Sechs Werkstoffe, klar abgegrenzt.
Aus welchem Kunststoff ein Produkt entsteht, entscheidet sich anhand der Belastung, Umgebungstemperatur und des Einsatzorts.
Wie ein Werkstoff gewählt wird.
Der Werkstoff steht nicht am Anfang, sondern folgt aus drei Fragen. Bei jedem unserer Produkte werden sie beantwortet, bevor die Konstruktion festgelegt wird.
Belastung
Welche Kräfte wirken, in welche Richtung, dauerhaft oder stoßartig? Daraus folgt, ob ein steifer, ein zäher oder ein elastischer Werkstoff gebraucht wird.
Umgebungstemperatur
Wie warm wird es am Einsatzort — im Innenraum, im Fahrzeug, neben einer Wärmequelle? Die Wärmeformbeständigkeit grenzt die Auswahl oft stärker ein als die Festigkeit.
Einsatzort
Drinnen oder draußen, Sonne, Feuchte, Kontakt mit Ölen oder Reinigern. Erst wenn alle drei Fragen beantwortet sind, steht der Werkstoff fest.
Was wofür eingesetzt wird.
Was die Carbonfaser verändert.
Drei der sechs Werkstoffe sind mit Carbonfasern verstärkt: PETG-CF, PA6-CF und PPS-CF. Die Faser macht ein Bauteil steifer, leichter und maßhaltiger.
Formstabil
Kurze Carbonfasern im Kunststoff erhöhen die Steifigkeit deutlich und verringern die Schwindung beim Abkühlen. Das Bauteil verzieht sich weniger und bleibt maßhaltiger.
Matte Oberfläche
Die Fasern brechen das Licht: Die Oberfläche wird matt und strukturiert, Schichtlinien treten weniger hervor.
Leichtbau
Hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht: Ein faserverstärktes Bauteil erfüllt dieselbe Aufgabe mit weniger Wandstärke und weniger Material.
Belastbar unter Wärme
Die Fasern stützen den Kunststoff, wenn er warm wird. Unter Dauerlast kriecht das Bauteil weniger und behält seine Form — deshalb kommen PA6-CF und PPS-CF dort zum Einsatz, wo es heiß wird.
